Sonntag, 22. November 2009

Nordwind, Sternenstaub und Nordlichter

Nun drifte ich mal etwas ab. In eine virtuelle Welt. Nein, diesmal hat es nichts mit dem Internet zu tun - oder nur am Rande. Mir ist ein Buch über den Bildschirm gelaufen, genauer gesagt ein Hörbuch. Das erste Mal vor ein paar Monaten als Empfehlung eines Magazins, dann als Notiz auf meinem Amazon Merkzettel und nun als Hörbuch bei Audible. Und witziger Weise ist es nun genau zur richtigen Zeit auf meinen iPod umgezogen. Bei dem Fundstück handelt es sich um einen der gelesenen Juwelen, die einem den Tag retten können oder sogar mehr.

Insbesondere in Zeiten, in denen viel Verwirrung herrscht, sind es diese Impulse, die ich benötige, um mich von der Alltagswelt zu lösen. Die ich brauche, um mich auf andere Dinge zu konzentrieren. Mich an schöne Ereignisse aus meiner Vergangenheit zu erinnern oder mir alternative Leben vorzustellen. So entsteht ein gewisses Gefühl von Geborgenheit innerhalb einer Geschichte, etwas von Ortsbestimmung oder Rollendefinition. Es hält den Geist fit für neue, andere Optionen - alles eher unterbewusst, aber Hauptsache es passiert.

Aber worum geht es hier eigentlich? Es geht um den (kalten) Nordwind, der einem manchmal entgegenweht. Vielleicht hab ich den Titel auch leicht fehlinterpretiert - egal. Es geht um das Buch "Gut gegen Nordwind". Und es geht darin um Menschen, die einem im Leben begegnen, einen verwirren, einen begleiten und einem zur richtigen Zeit gut tun - nicht immer, aber grundsätzlich schon - in die man sich auf irgendeine Art verliebt. Völlig egal, ob sie nur als virtuelle oder ganz leibhaftige Person im Leben auftauchen.

Mir kommt beim sinnieren über dieses Thema noch ein ganz anderes Bild in den Kopf: Nordlichter. Ein schönes, beeindruckendes, nie wieder vergessenes Erlebnis. Ein Ereignis, das seinen Ursprung nicht am Himmel hat, wo es sich abzeichnet, sondern weit weg auf der Sonne. Sternenstaub, Sonnenstürme oder Entladungen der Sonne, die als Nordlichter wundervolle Spuren in unseren Himmel malen. So ist es vielleicht mit den nicht greifbaren, besonderen Menschen im Leben - sie hinterlassen sichtbare, fühlbare Spuren. Man muss "nur" zur passenden Zeit, am passenden Ort sein, um sie wahrnehmen zu können - und man sollte das "Licht" ausschalten und die Augen öffnen, um das Besondere sehen zu können.  ;-)

"Gut gegen Nordwind" ist gut gegen viele Arten von Nordwind! Danke!

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